16. April 2020 - Vorläufiges IFRS-Ergebnis 2019

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MPH Health Care AG: Vorläufiges IFRS-Ergebnis 2019

  • Jahresüberschuss 11,08 Mio. Euro, Gewinn je Aktie 0,26 Euro (Vorjahr 37,02 Mio. Euro, Gewinn je Aktie 0,86 Euro).
  • Der Net Asset Value lag bei 6,34 Euro je Aktie (Vorjahr 6,29 Euro).

Berlin, 16. April 2020: Die MPH Health Care AG, Berlin (ISIN: DE000A0L1H32), gibt für das Geschäftsjahr 2019 das vorläufige IFRS-Konzernergebnis bekannt. Im Geschäftsjahr 2019 betrug der vorläufige IFRS-Jahresüberschuss 11,08 Mio. Euro (0,26 Euro Gewinn je Aktie). Das (vorläufige) Eigenkapital stieg von 269,13 Mio. Euro auf 271,64 Mio. Euro.

Die an der Frankfurter Börse notierten Beteiligungen M1 Kliniken AG und CR Capital Real Estate AG waren auch im Geschäftsjahr 2019 operativ erfolgreich tätig. Bei der ebenfalls an der Frankfurter Börse notierten Beteiligung HAEMATO AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Maßnahmen zur Ertrags­steigerung und Digitalisierung umgesetzt.

Die M1 Kliniken AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr über 240.000 ärztliche Behandlungen und Konsultationen durchgeführt (Vorjahr 190.000), womit die Marktführerschaft weiter ausgebaut werden konnte. Ein wesentliches Element dabei ist die weitere Zunahme der M1-Fachzentren, deren Anzahl um 50 % gesteigert wurde und zwar von 24 Fachzentren (per 31.12.2018) auf 36 Fachzentren per 31.12.2019. Auch die Auslandsexpansion wurde weiter vorangetrieben: Nachdem Ende 2018 das erste M1-Fachzentrum in Wien eröffnet wurde, waren per Ende 2019 insgesamt 8 Standorte in Österreich, Australien, den Niederlanden und der Schweiz in Betrieb. Die Erweiterung der Angebotspalette um ästhetische Laserbehandlungen (M1 Laser) wurde auch im Jahr 2019 kontinuierlich weiterbetrieben, so dass per Ende 2019 an über 20 Standorten Laserbehandlungen angeboten werden konnten. Auch in den kommenden Jahren soll die Expansion weiter voran getrieben werden mit dem Ziel, Ende 2023 insgesamt 100 Fachzentren zu führen.

Die M1 Kliniken AG konnte die (vorläufigen) IFRS-Umsatzerlöse um rd. 18 % auf 77,2 Mio. Euro und das (vorläufige) Jahresergebnis nach Steuern sogar um rd. 47 % auf 9,7 Mio. Euro steigern. Das (vorläufige) Eigenkapital hat sich um rd. 7 % auf nunmehr 68,2 Mio. Euro per 31.12.2019 erhöht. Der M1-Aktienkurs sank geringfügig von 15,00 Euro am 31.12.2018 auf 14,30 Euro am 31.12.2019.

Die CR Capital Real Estate AG hat im Geschäftsjahr 2019 ihren (vorläufigen) IFRS-Jahresüberschuss auf über 90 Mio. Euro steigern können (Vorjahr 7,8 Mio. Euro), das (vorläufige) Eigenkapital stieg auf rd. 200 Mio. Euro (Vorjahr 35,4 Mio. Euro). Um die Weichen für das künftige Wachstum und die Erweiterung des Geschäftsmodells hin zu einem Immobilieninvestmenthaus zu stellen, wurde die Bilanzierung auf IFRS 10 umgestellt.

Der Aktienkurs der CR Capital Real Estate AG hat sich – nach erfolgtem Aktiensplit – von (umgerechnet) 16,50 Euro am 31.12.2018 auf 32,60 Euro am 31.12.2019 stark erhöht.

Die HAEMATO AG erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen (vorläufigen) IFRS-Konzernumsatz von 197,8 Mio. Euro (Vorjahr 274,1 Mio. Euro), ein ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT, Vorjahr 6,6 Mio. Euro) sowie einen Jahresfehlbetrag von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr Jahresüberschuss von 6,3 Mio. Euro). Mit einer Eigenkapitalquote von 56,2 % (Vorjahr 65,0 %) ist die Gesellschaft weiterhin gut aufgestellt.

Der Aktienkurs der HAEMATO AG hat sich von 4,65 Euro am 31.12.2018 auf 2,94 Euro am 31.12.2019 reduziert. Die im Geschäftsjahr 2019 initiierten Maßnahmen und Investitionen zur Ertragssteigerung und Digitalisierung werden voraus­sichtlich ab 2020 wirksam werden. Der Vorstand der HAEMATO AG arbeitet weiter an der Optimierung der Geschäftsprozesse des Kerngeschäftes und der Zulassung neuer Produkte und Produktgruppen um das Portfolio breiter aufzustellen.

„Die Entwicklung im Jahr 2020 hängt derzeit maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Covid-19 Pandemie ab. Zum aktuellen Zeitpunkt können daher keine seriösen Aussagen zu Dauer und Folgen dieser außerordentlichen, weltweiten Krise, die nahezu jede Branche unerwartet getroffen hat, getätigt werden. Wir sind aber zuversichtlich, dass einige unserer Beteiligungen in dieser besonderen Situation auch Chancen nutzen können, so z.B. die HAEMATO AG mit dem Vertrieb von Spezial-Arzneimitteln sowie die M1 Kliniken AG, die mit ihrem europaweiten Klinik- und Arztpraxen-Netzwerk einen Beitrag zur Diagnostik der Corona-Pandemie leisten kann. Hiervon würde auch MPH systematisch profitieren.

Hinsichtlich der Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 werden Vorstand und Aufsichtsrat rechtzeitig zur Hauptversammlung einen geeigneten Vorschlag unterbreiten“, so Patrick Brenske, Vorstand der MPH. Er führt weiter aus: „Die aktuellen Entwicklungen unserer Beteiligungs­unternehmen im Zuge der weltweiten Turbulenzen der Aktienmärkte als Folge der Covid-19 Pandemie können möglicherweise dazu führen, dass einige unserer Investments für das vergangene Geschäftsjahr keine Dividende zahlen, um über ausreichend finanzielle Reserven verfügen zu können. Sobald eine Rückkehr zum „normalen“ Geschäftsbetrieb erfolgt, wird die MPH – so wie in der Vergangenheit – ihre Aktionäre auch wieder entsprechend am Unternehmenserfolg beteiligen.“

Weiterhin ist geplant, das Portfolio in diesem und dem nächsten Jahr zu erweitern um die Bereiche Telemedizin und Versandapotheken. Zu diesem Zweck wurde innerhalb des Geschäftsbereichs „Ventures“ der MPH im ersten Quartal 2020 eine Versandapotheke in den Niederlanden gegründet, die im Laufe des Jahres 2020 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufnehmen wird.